dgv-Studierendentagung 2010

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Gegensätze – Jena 2010

Rückblick auf die dgv-Studierendentagung 2010 in Jena von Stefanie Kießling und Martin Schultze


Zur dgv-Studierendentagung vom 3. bis 6.06.2010 konnten dieses Jahr die Studierenden des Institus für Volkskunde und Kulturgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena einladen und etwa 130 Studierende und Absolventen begrüßen. Die überwiegend aus Deutschland und Österreich aber auch aus der Schweiz angereisten Gäste setzten sich in 13 verschiedenen Workshops mit dem Tagungsthema Gegensätze auseinander.

Das Format einer Tagung, wie es sich 2007 in Wien zum Thema „Gedanken zur Fachidentität“, 2008 in Kiel „Von der Kunst kein Taxifahrer zu werden“ und 2009 in Innsbruck „Altes und Neues“ bewährt und mittlerweile fest etabliert hat, konnte in Jena weitergeführt und ausgebaut werden. Damit bieten die Studierendentagungen einerseits die Möglichkeit, abseits des universitären Alltags – aber dennoch fachbezogen – zu diskutieren, sich auszutauschen und auszuprobieren. Andererseits wird den ausrichtenden Studierenden die Gelegenheit gegeben, selbstständig und eigenverantwortlich eine Tagung zu organisieren und ihren Studienort zu präsentieren.

Nach einem geführten Stadtspaziergang wurden die TeilnehmerInnen vom Dekan Prof. Dr. Rainer Thiel, der Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Köhle-Hezinger und den studentischen VeranstalterInnen in der Aula offiziell begrüßt und anschließend zum gemütlichen Eröffnungsabend in den Innenhof der Universität geladen. Für die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem übergeordneten Thema Gegesätze waren der Freitag und Samstag reserviert. Vor eine schwere Wahl wurden die TeilnehmerInnen durch das breitgefächerte Workshopangebot gestellt.
 

1. Homo ludens – (Un)Bekanntes (neu) entdecken

2. Was sehen die Ohren? – Die akustische Wahrnehmung der Welt

3. Geschichte vor Ort

4. Das Wandern ist des…

5. Bewegte – Unbewegte Orte - Ein Aktionsworkshop

6. KörperBilder = KörperGegensätze

7. Phönix aus der Asche – „kuwinet 2.0“

8. Das empirische Kochbuch

9. Kunst im öffentlichen Raum

10. Abfall - Ab wann sind Dinge Müll?

11. Emotional Turn

12. Handwerk – Kopfwerk – Kunstwerk?

13. Fensterplatz – Studentische Zeitschrift für Kulturforschung

 

Während der Freitagabend zur freien Verfügung stand, fand am Samstagabend die Abschlussparty im Café Grünowski statt. Am Sonntagmorgen trafen sich noch einmal alle TagungsteilnehmerInnen in den universitären Räumlichkeiten um ihre Workshopinhalte, ihre Fragen, Thesen und Erfahrungen aus den zwei vorangegangenen Tagen vorzustellen und zu diskutieren. Schließlich wurde mit Würzburg der Tagungsort der die Studierendentagung 2011 gewählt.

Die dgv-Studierendentagung in Jena hat die TeilnehmerInnen mit einer soliden Oranisation und kreativen Workshopgestaltung erfreut. Dabei haben sie besonderen Wert auf die Vernetzung und den Austausch gelegt, ohne dabei volkskundliche Fragestellungen und inhaltliche Anbindung außer Acht zu lassen. Eine Vielzahl innovativer Ideen und fruchtbarer Fragen wurden vorgestellt, welche auf jena2010.wordpress.com nachgelesen werden können. Daneben ist aus der Tagung eine neue, studentische Internetplattform entstanden, die den Dialog neben den jährlich stattfindenden Tagungen unterstützen soll: kuwinet.wordpress.com.

Ein Tagungsband ist in Vorbereitung.

Die studentischen Vertretung, Martin Schultze und Stefanie Kießling, bedankt sich im Namen der Studierenden des Faches in besonderem Maße beim gesamten Organisationsteam und seinen HelferInnen und wünscht den Würzburger Studierenden in ihrer Planung und Organisation viel Kraft, Erfolg aber vor allem auch Spaß.

 

Siehe auch: kuwinet.wordpress.com
Tagungskonzept zum Download

 

Ort: 
Jena
Datum: 
10. April 2010 - 11. April 2010