dgv-Studierendentagung 2015: "Exzesse"

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„Exzesse – exzessiv feiern, exzessiv arbeiten, exzessiv leben?“

dgv-Studierendentagung 2015

14. bis 17. Mai 2015, Würzburg

"Mäßigung ist eine verhängnisvolle Sache. Nichts ist so erfolgreich wie der Exzess“ ließ Oscar Wilde einen seiner Protagonisten einmal feststellen. Auch wenn man diese Meinung nicht teilen muss, so fällt doch auf, dass exzessive Lebensweisen in unserer Gesellschaft eine gewisse Anerkennung erfahren. Der Exzess ist ein Bestandteil unseres Lebens, nicht zuletzt in Form verschiedenster Bräuche und Rituale – von Junggesellenabschieden bis Karneval. Es finden sich sogar Sanktionsinstanzen, sollte man sich dem kollektiven Exzess zu entziehen versuchen.

So sollen Fragen rund um den Exzess den thematischen Rahmen unserer Studierenden-Tagung bieten. Ausschweifung, Maßlosigkeit, Übertreibung – all das ist Exzess. Wann ist etwas maßvoll und ab wann wird es exzessiv? Und wo findet Exzess statt, dient er als Möglichkeit, dem Alltag zu entkommen und wann findet er im Alltag statt – wer „lebt den Exzess“? Und Warum? Wieso sind manche Formen des Exzesses sozial anerkannt und andere sozial geächtet? Und welchen Nutzen hat diese Grenzüberschreitung für Individuen und/ oder für Kollektive?

So groß wie das Repertoire möglicher Fragen, ist auch die Summe der Themen, die sich mit ihnen verknüpfen lassen. Diese reichen von exzessivem Konsum über Sammellust und Sport bis hin zum alltäglichen exzessiven Arbeiten, Festival-Besuche(r)n und Tattoo-Fans. Das Thema eignet sich zum einen zur empirischen Betrachtung der „Orte“, an denen exzessives Verhalten stattfindet, sowie der AkteurInnen an diesen Orten. So etwa Nachtclubs an Wochenenden, die ausschweifende Trink- und Feierlust Jugendlicher ist immer wieder Thema medialer Berichterstattung. So können diese auch als Quellen einer Analyse dienen.

Darüber hinaus erfordert das Thema auch theoretische Zugänge. Etwa einen kulturhistorischen Blick auf tradierte gesellschaftliche sowie randständige Formen des Exzesses.

Programm

Die Workshops werden jeweils Samstag und Sonntag stattfinden, Raum für Vorträge wird samstagmittags sein. Eine detaillierte Ausarbeitung des Programmes ist uns erst möglich, sobald wir eine Rückmeldung der Verantwortlichen der Raumplanung erhalten haben. Folglich steht derzeit nur das Rahmenprogramm der Tagung fest. Die TeilnehmerInnen werden gebeten, sich im Zuge ihrer Anmeldung bereits für einen Workshops und ein bis zwei Vorträge zu entscheiden.

Donnerstag

15.00 Uhr: Anreise der TeilnehmerInnen

anschließend Möglichkeit eines Stadtrundganges

20.00 Uhr: Eröffnungsveranstaltung

 

Freitag

9.00 Begrüßung der Teilnehmer durch den Lehrstuhl (Prof. Dr. Lauterbach oder die Wissenschaftliche Assistentin Susanne Dinkl M.A.)

im Anschluss: Erster Teil des Workshops bis 13:00 Uhr (Die Workshops bestehen aus ein bis zwei Workshop-Leitern und 15 bis 20 Teilnehmern)

14.30 bis 17.00 Uhr: Fortsetzung der Workshops

 

Samstag

10.00 bis 13.00 Uhr: Zweite Workshop-Runde

14.30 Uhr: 60 bis 90-minütige Vorträge von Studierenden (beispielsweise Vorstellung

eigener Abschlussarbeiten oder Forschungsprojekte)

16.00 Uhr: Fortführung der Workshops und anschließende Möglichkeit der Reflexion

des Erarbeiteten

 

Sonntag

10.00 Uhr: Abschlussveranstaltung mit Feedbackrunde

Zudem Vorstellung und Wahl des nächsten Tagungsortes sowie Wahl der dgv-

Studierendenvertretung

 

Kontakt:
Volkskunde-Studierendentagung
Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/ Volkskunde
Institut für Deutsche Philologie
Universität Würzburg
97074 Würzburg - Am Hubland
E-Mail: studierendentagung2015 [at] web [dot] de
Telefon: 0931 31-85608
Ort: 
Würzburg
Datum: 
14. Mai 2015 - 17. Mai 2015